Zeckenimpfungen gegen Hirnhautentzündung
Zeckenimpfungen sind nun da die Temperaturen endlich wieder steigen ein Muss für Deutschlandurlauber. Aber auch im beliebten europäischen Umland sind die kleinen Biester wieder aktiv und es wird Zeit, sich gegen die Zecken-Hirnhautentzündung impfen zu lassen.
Im April und Mai ist die Gefahr am größten, auf einem Spaziergang durch die aufblühende Natur von einer Zecke gebissen zu werden. Weil der vergangene Winter lang und außergewöhnlich kalt war, rechnen Experten dieses Jahr mit einem besonders hohen Zeckenaufkommen.
Die blutgierigen Holzböcke, wie die Zecken im Volksmund genannt werden, lauern an Waldrändern in hohem Gras, losem Laub auf dem Zeltplatz oder im Gebüsch. Im Allgemeinen sind Zeckenstiche harmlos, doch einige Bisse können folgenschwer sein, da die ca. zwei Millimeter großen Tierchen Erreger übertragen, die beim Menschen die Hirnhautentzündung Frühsommer- Meningoenzephalitis (FSME) oder das Rückfallfieber Lyme-Borreliose auslösen können.
Zeckenimpfung gegen FSME
Anders als bei der Borreliose, die mit Antibiotika bekämpft werden kann, ist für die Heilung von FSME noch kein Heilmittel bekannt. Es ist jedoch möglich, sich gegen den Krankheitserreger impfen zu lassen. Obwohl nur rund drei Prozent der Zecken das gefährliche FSME-Virus übertragen, empfiehlt es sich kein Risiko einzugehen und sich impfen zu lassen. Das Gesundheitsministerium informiert ausführlich über die gefährliche Krankheit.
Krankenkassen übernehmen Impfkosten
Für eine vollständige Impfung sind drei Injektionen im Abstand von mehreren Tagen notwendig, deren Kosten von den Krankenkassen übernommen werden. Nach zehn Jahren empfehlen Experten jeweils eine Auffrischung der Impfungen. Für Kinder unter sechs Jahren ist eine Impfung gegen FSME in der Regel nicht notwendig. Die Krankheit verläuft bei ihnen in den meisten Fällen gutartig und ohne bleibende Schäden zu hinterlassen.


