Vulkane in Chile: Diese Lavaspucker durchkreuzen Ihre Reiseplanung
Sie sind groß, sie sind schön, aber sie sind auch gefährlich – die Vulkane von Chile. Wenn sich eine gigantische Staubwolke oder beeindruckende Lavamassen ihren Weg aus dem Berg bahnen, hält es weder Einheimische noch Reisende am Urlaubsort.
Chaitén, Puyehue oder Lascar heißen die drei Vulkane, die in den letzten Jahren für abgebrochene Urlaube gesorgt haben. Aus gutem Grund, denn ganze Dörfer müssen evakuiert werden, wenn ein Ausbruch droht oder sie werden komplett verwüstet.
Chaitén: 13 Jahre Ruhe vor dem Sturm
Vulkane entstehen, wenn abgekühlte Erdschmelze aus dem Inneren unseres Planeten aufsteigt. Über viele Jahre und Jahrhunderte existieren die Naturerscheinungen meist, darum ist es keine Seltenheit, wenn der Berg nach langer Zeit der Ruhe erneut flüssige, feste oder gasförmige Stoffe an die Oberfläche bringt. So war es auch bei dem Giganten Chaitén. Der etwa 1320m hohe Vulkan in Chile brach 2008 nach 13 Jahren Ruhe erneut aus und sorgte für die Evakuierung von rund 200 Touristen. In Südchile gelegen, ist er einer der aktivsten seiner Art.
Puyehue sorgt für Asche
Das Problem mit der Aschewolke kennen viele Reisende noch vom Eyjafjallajökull aus Island, der die Tourismusbranche 2010 in Atem hielt. Auch sein Kollege, der Puyehue, einer von vier Vulkanen aus einer Kette im Süden Chiles, legte mit seinem letzten Ausbruch im Juni 2011 den Flugverkehr lahm. Mehrmals mussten die kompletten Flüge nach Montevideo und Buenos Aires aufgrund der Eruption gestrichen werden, auch Flüge über Australien und Neuseeland waren betroffen. Aus diesem Grund nahm das Auswärtige Amt diesen Vulkan in Chile in seine Liste auf.
Lascar mit ersten Anzeichen eines Ausbruchs
Fast 20 Jahre ist es jetzt schon her, dass der Lascar zum letzten Mal ausgebrochen ist. Doch trotz allem ist Vorsicht geboten, denn seine vulkanischen Aktivitäten in den letzten Monaten deuten auf einen erneuten Ausbruch in diesem Jahr hin. Generell sind Vulkane wie fast alle Naturerscheinungen schwer berechenbar, doch werden leichte Erdbeben von den Forschern gemessen, ist eine Eruption meist nicht mehr weit. Es empfiehlt sich, Informationen vom Auswärtigen Amt einzuholen und eventuell eine Reiseversicherung für Reisen in vulkanreichen Regionen abzuschließen. So können Sie mit Ihrer Reiseplanung bösen Überraschungen im Geldbeutel vorbeugen. Auch zum Thema Taschendiebstahl wissen die Behörden am besten Bescheid.
Hier kommen Sie zur Website des Auswärtigen Amtes.
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