Thrombose – Erhöhte Gefahr auf Flugreisen
Eine Thrombose ist gefährlich, da sie oft erst bemerkt wird, wenn es schon zu spät ist. Gerade auf Flugreisen besteht die erhöhte Gefahr, dass sich in den Venen ein Blutgerinnsel bildet.
Gerade auf einer Flugreise besteht ein erhöhtes Risiko an einer Thrombose zu erkranken. Am häufigsten kommt dabei die sogenannte „Tiefe Venenthrombose“ vor, bei der sich das Blutgerinnsel in den tiefen Beinvenen bildet. Ein Blutpfropf in den Arterien kommt hingegen nur sehr selten vor.
Ausgelöst wird die Pfropfbildung durch eine Gerinnungsstörung, bei der das Blut verklumpt und dadurch nicht mehr ungehindert fließen kann. Im schlimmsten Fall löst das Gerinnsel eine lebensgefährliche Lungenembolie aus, indem es über den Blutkreislauf in die Lunge transportiert wird und dort eine Durchblutungsstörung verursacht.
Bei einer Reise mit dem Flugzeug kommen einige ungünstige Faktoren zusammen, weshalb besondere Vorsicht geboten ist. Der Kabinendruck wird während des Fluges zwar erhöht, doch ist er dann noch immer sehr viel niedriger als der Druck auf der Erde.
Dies bewirkt, dass sich die Venen ausdehnen, wodurch der Blutfluss verlangsamt wird. Durch die niedrigere Luftfeuchtigkeit verliert der Körper zusätzlich Wasser und das Blut wird dickflüssiger. Die Sitzhaltung im Flieger erhöht das Thromboserisiko zusätzlich, da die Venen in der Kniekehle und Leiste abgeknickt werden, wodurch der Blutfluss zusätzlich verlangsamt wird.
Symptome einer Thrombose
Die Tücke bei dieser Gefäßerkrankung ist, dass sie sich so gut wie gar nicht bemerkbar macht. Symptome wie „schwere Beine“ oder ein ziehender Schmerz in der Wade können dabei erste Anzeichen dafür sein, dass sich ein gefährliches Blutgerinnsel gebildet hat.
Die Beschwerden werden von den Betroffenen jedoch meist erst sehr spät oder aber gar nicht wahrgenommen. Sollten schlagartig Brustschmerzen, sowie Atemnot auftreten, ist unbedingt ärztliche Hilfe notwendig.
Erhöhte Gefahr für bestimmte Personengruppen
Besonders anfällig dafür eine Reisethrombose zu entwickeln sind vor allem ältere Menschen, Raucher, Schwangere, Personen mit Krampfadern, und frisch Operierte. Auch Frauen, welche mit der „Pille“ verhüten sind stärker gefährdet, vor allem in Kombination mit Nikotinabhängigkeit. Das größte Risiko besteht jedoch für Menschen, die bereits Probleme mit einer Gerinnungsstörung haben, oder in der Vergangenheit sogar schon einmal an einer Thrombose gelitten haben.
Der Thrombose auf Flugreisen richtig vorbeugen
Die Beste Prophylaxe stellt immer noch Bewegung dar. Aus diesem Grund empfiehlt es sich einen Platz am Gang oder an den Notausgängen zu wählen, da dort ein wenig mehr Platz herrscht um die Beine zu bewegen. Bei einem ruhigen Flug empfiehlt es sich einmal pro Stunde aufzustehen und sich die Beine ein wenig zu vertreten. Einige Fluggesellschaften bieten mittlerweile bieten mittlerweile sogar Gymnastikvideos an, in denen Übungen gezeigt werden, die dabei helfen den Blutfluss in den Beinen in Schwung halten.
Neben der Bewegung ist es wichtig viel zu trinken, dabei sollte aber nicht zum Alkohol gegriffen werden, da er ebenfalls Venenerweiternd wirkt. Zudem ist es empfehlenswert bei Langstreckenflügen auf Kompressionsstrümpfe zurückzugreifen, vor allem bei einem erhöhten Thromboserisiko. Im Zweifel sollte vor der Reise noch einmal Rücksprache mit einem Arzt zu halten, der eventuell blutverdünnende Medikamente verschreiben kann.


