Klimafreundliches Reisen, umweltgerechte Freizeitgestaltung und das Erleben der Natur stehen beim sogenannten Ökotourismus ganz oben. Was im ersten Moment wie ein neuer Trent klingt, ist in Wirklichkeit ein seit vielen Jahren leider unbeachtet gebliebener Zweig der Tourismuswirtschaft in Deutschland und Europa.
Wer beim Wort Ökotourismus daran denkt seinen hart erkämpften Jahresurlaub auf einem Bauernhof zu verbringen und beim bewirtschaften der Schweineställe auszuhelfen sollte sich einmal etwas intensiver mit dieser Thematik auseinander setzen.

Denn umweltbewusstes Reisen und naturverträgliche Freizeitaktivitäten sind weitaus mehr als nur der Lebensalltag auf dem Lande.
Ökotourismus: Biohotels und Restaurants
Hotels und Restaurants welche sich das Sigel des ökologischen Tourismus auf die Fahne schreiben, versuchen nicht einem Trend hinterher zu rennen. Die umweltbewussten Vertreter aus dem deutschen Hotel- und Gaststättengewerbe beschäftigen sich seit geraumer Zeit mit Themen wie durch verbesserte Technik Strom und auch Geld gespart werden kann. Auch was in den Kochtopf und aus der Küche kommt ist ökologisch und gesund. Oft werden lokale Produkte von benachbarten Landwirten verwendet, das erleichtert die Kontrolle, schafft Vertrauen und stärkt die regionale Wirtschaft. Das Biorestaurant mit Hotel im österreichischen Salzburg ist zum Beispiel einer dieser umweltbewussten Vertreter, welcher alles andere als Bauernhof-Atmosphäre ausstrahlt. [...mehr]

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Umweltschutz ist in letzter Zeit Mode geworden – das Prädikat „Ökologisch sinnvoll“ ist Trend, auch beim Thema Urlaub. Beim grünen Riesen stehen vor allem eine ökologisch verträgliche Anreise sowie der bewusste Umgang mit der Umwelt im Reiseland im Vordergrund.
Mit riesigen Hotelanlagen zugebaute Küsten, verschmutztes Wasser und übervölkerte Strände sind Zeugen des Massentourismus und ein Grauen für alle Umweltschützer. Nachhaltigkeit und grünes Reisen sind die Schlagwörter einer neuen Tourismusgeneration, die die gravierenden Umwelt-Probleme in Urlaubsländern wie Spanien nicht länger ignoriert.

Erholung und Abenteuer sollen auch beim grünen Reisen nicht zu kurz kommen, doch geht es um eine ökologisch vertretbare Art und Weise. Vor dem Hintergrund des Klimawandels ist hierbei insbesondere die Anreise interessant.
Grüne Reisen beginnen bei der Anfahrt
Vergleicht man den CO2-Ausstoß verschiedener Transportmittel, schneidet die Bahn sowohl für alleine Reisende als auch für Familien am „grünsten“ ab. Eine Reise mit dem Auto lohnt sich hingegen nur, wenn es voll besetzt ist. Für alleine Reisende kann sogar die Flugbuchung am ökologisch sinnvoller sein. Hier wird schon klar, dass die grünste Reise nicht immer die bequemste oder die günstigste Möglichkeit ist. [...mehr]

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Als sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten herausstellte, dass man sich mit der ausschließlichen Produktion von landwirtschaftlichen Produkten als Landwirt nicht lange über Wasser halten kann, suchten viele Bauern nach Alternativen.
Als dann noch zahlreiche Städter in ihrem Urlaub den Weg zurück aufs Land wählten, hatten sich zwei Problemfelder gefunden, die man mit Hilfe des Agrotourismus beheben konnte.
Agrotourismus wird vielleicht nicht jedem Reisenden ein Begriff sein, so lässt sich dies auch unter den Themen „Urlaub auf dem Bauernhof“ oder „Landurlaub“ zusammen fassen. Diese Art des Urlaubs ist gerade für Familien äußerst reizvoll, da sich gerade in Städten lebende Kinder das erste Mal richtig mit der Natur in Berührung kommen. Eingebettet in das tägliche Leben auf dem Lande, wo man bereits vor dem ersten Hahnenschrei aus den Federn muss, um die Tiere des Hofes zu versorgen. Früh Aufstehen soll eine Erholung sein – klingt möglicherweise etwas suspekt, aber für viele an der frischen Luft eine wahre Quelle der Freude. Lernt man dann auch noch das Melken einer Kuh oder das Reiten, scheint das Kinderglück perfekt.
Gerade im bayerischen Raum und in den Alpenrepubliken hat der Agrotourismus starken Zuspruch gefunden. Dank dieser exponentiellen Entwicklung reichen die Facetten von einem einfachen Leben auf dem Bauernhof in einer Kemenate bis hin zur gehobenen Hotellerie. Aber auch in anderen ländlichen Regionen Deutschlands wie Mecklenburg- Vorpommern oder Thüringen hat sich die Zahl der Angebote inzwischen erheblich gesteigert. Selbst europaweit haben sich einige Länder dieser Form des Urlaubs verschrieben – Agrotourismus in Zypern, Griechenland, Italien oder Frankreich wird immer populärer. [...mehr]

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Für Kinder ist es doch immer noch das Schönste: Ein Urlaub auf dem Bauernhof. Nirgendwo sonst können unsere lieben Kleinen so ungestört spielen und toben als dort inmitten herrlicher Natur. Mit dem Trend zum Ökotourismus hat auch die Zahl derjenigen zugenommen, welche die schönsten Tage im Jahr in der Einfachheit eines Bauernhofes verbringen wollen. Wie bei vielem im Leben gilt auch hier: Weniger ist mehr.

Bei der Reisevorbereitung und der Suche in den Kleinanzeigen nach dem passenden Bauernhof sollte man nach bestimmten Kriterien gehen. Insbesondere für die Unterhaltung der Kinder kann es ganz wichtig sein, ob es auf dem Bauernhof Tiere zum Anfassen oder nur zum Anschauen gibt. In den meisten Bauernhöfen können die Kleinen – aber auch interessierte Erwachsene – beim Melken der Kühe helfen und erfahren so viel Wissenswertes über den Alltag auf dem Bauernhof und die artgerechte Tierhaltung. Auf diesem Wege kann schon ein erster Schritt gegen die Unart unternommen werden als Weihnachtsgeschenk Tiere zu schenken, schließlich ist der Tiermarkt schon übersättigt an Tieren, die in den Tierheimen abgegeben wurden. Sicherlich: Die Augen der Kleinsten werden strahlen. Jedoch meist nur wenige Tage und Wochen und dann steht man als Elternteil alleine mit dem neuen Familienmitglied da.
Ob ein Urlaub auf dem Bauernhof die Verantwortlichkeit gegenüber Tieren stärkt, scheint mir eindeutig. Wohl aber können auch Scharen von kleinen und niedlichen gelben Kücken dafür sorgen, dass sich ihr Kind ein solches Kücken ganz sehnlich wünscht… In diesem Falle lohnt es sich aber auch standhaft zu bleiben und vielleicht die rasante Entwicklung eines Kükens zum Huhn deutlich zu erklären.
Auf jeden Fall ist der Urlaub auf dem Bauernhof eine Alternative zum klassischen Massentourismus. Und wenn man Glück hat, kann man die Kontakte zu „seinem“ Bauernhof auch weiterhin pflegen und sich so einen zuverlässigen Lieferanten von gesundem Biogemüse und -obst sichern.
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