Reisen mit dem Nachtzug – Ausgeruht am Zielort ankommen

Autor: Maik
13. Februar 2012

Der Nachtzug stellt für viele Menschen eine gute Alternative zum Flugzeug oder Auto dar. Denn während lange Autofahrten und das anstehen am Gepäckband oft an den Nerven zehren, kann die Reise auf Schienen durchaus entspannt ablaufen.

Langes Warten am Check-In und am Gepäckband, sowie Pausen an überfüllten und schmutzigen Raststätten entfallen bei der Reise mittels Nachtzug. Die Gründe sich für diese Art des Reisens zu entscheiden sind jedoch sehr verscheiden. Während die einen schlicht Angst davor haben sich in große Höhen zu begeben, steht für andere der Umweltaspekt im Vordergrund. Manch einer mag einfach das Flair, welches bei einer Reise über die Schienen aufkommt und wiederum andere wollen die Kosten für eine Nacht im Hotel sparen. Für Menschen, denen es aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich ist das Flugzeug zu nehmen, stellt der Nachtzug ebenso eine gute Reisemöglichkeit dar. Doch wie gut die nächtliche Bahnreise verbracht wird, hängt dabei von der gewählten Klasse im Zug und natürlich den Mitreisenden ab.

Verschiedene Reisemöglichkeiten im Nachtzug

In Deutschland, Österreich und der Schweiz verkehren hauptsächlich Nachtzüge der Gattungen „EuroNight“ und „DB City Night Line“. Bei der Buchung haben die Fahrgäste hierbei meist die Wahl zwischen Sitz- und Liegewagen, sowie Schlafabteil.

Bei den Sitzwagen kommen je nach Strecke unterschiedliche Typen zum Einsatz. Entweder reist der Passagier dabei in einem 6-er Abteil mit normalen Sitzen oder aber in einem Großraumwagen, in dem sich Ruhesessel befinden, deren Lehnen ein Stück weit nach hinten geklappt werden können. Die Sanitären Anlagen befinden sich dabei immer an den Enden des Waggons. Generell sind solche Sitzwagen nur für kürzere Reisen zu empfehlen.

Wer eine längere Strecke zurücklegen muss, oder es etwas komfortabler mag, der sollte schon besser einen Platz im Liegewagen buchen. Die Abteile sind meist für vier bis sechs Personen ausgerichtet und es können auf Anfragespeziell für alleinreisende Frauen, auch Abteile nur für weibliche Fahrgäste reserviert werden. Zur Ausstattung gehören hier immer eine Decke, sowie ein Kissen und ein Laken. Die Toilettenräume befinden sich aber auch hier am Ende des Wagens.

Wer sich das Bad nicht mit anderen Personen teilen möchte, oder mehr Wert auf Komfort legt, der sollte besser in einem Schlafwagen reisen. Dort befinden sich die Waschgelegenheiten in jedem Abteil. Alles ist hier ein wenig komfortabler und meist ist das Frühstück schon im Preis inbegriffen.

Den Zielort ausgeruht erreichen

Als Reisender kann man sich zwar die Klasse im Nachtzug aussuchen, doch auf die Personen die einen begleiten hat man dagegen keinen Einfluss. Wer viel Pech hat bekommt die Nacht über kein Auge zu, da im Nebenabteil ein Baby schreit oder eine Gruppe Heavy Metal Fans eine Party feiert.

Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich daher besser Ohropax und eine Schlafbrille einpacken. Denn bei einem leichten Schlaf kann einem das Licht beim Halt in den Bahnhöfen den Schlaf rauben. Auch eine Wasserflasche sollte immer griffbereit sein, da die Luft aus der Klimaanlage des Nachtzuges den Hals schnell trocken werden lässt.

Wer sich also nicht scheut eine Nacht mit fremden Menschen im Abteil zu verbringen und auch sonst nicht allzu große Bedürfnisse hat was die Privatsphäre angeht, der wird am nächsten Tag ausgeruht am Zielort ankommen und zwar nicht erst am Flughafen sondern in der Regel direkt in der Innenstadt. Das macht die Nachtzüge gerade bei Backpackern sehr beliebt. Die Fahrt mit dem Nachtzug stellt also auch in Zeiten von Billigflügen und Co. noch eine gute Möglichkeit dar längere Strecken zurückzulegen.




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