Open-Sky-Abkommen – der Luftkampf ist eröffnet
Der Flugzeugmarkt ist permanent in Bewegung und seit gestern hat sich die Konkurrenz auf diesem Segment weiter erhöht und am Ende scheint es nur einen Gewinner zu geben – den Kunden. Das Open-Sky-Abkommen ermöglicht den Fluggesellschaften von jedem Ort in Europa aus die USA anzufliegen und man vermutet bei der EU, dass dadurch die Preise für Atlantikflüge weiter sinken werden.
Experten gehen davon aus, dass sich die Anzahl von bisher 50 Millionen jährlich auf 75 Millionen erhöhen wird und trotzdem befürchten gerade die Briten einen erheblichen Einbruch ihrer Passagierzahlen, denn bisher hatten British Airways, Virgin, American Airlines und United das Recht, von London aus in die USA zu fliegen. Dieses Privileg ist natürlich jetzt hinfällig und andere Anbieter werden versuchen, sich auf einem der größten Flugdrehkreuze der Welt zu etablieren.
Zudem wird es auch eine Verlagerung der Flüge geben. Musste man bisher sehr oft London als Zwischenstopp in Kauf nehmen, wird sich die Zahl der Flüge von Frankfurt oder Paris aus weiter erhöhen, da auch andere Fluggesellschaften diese Flughäfen als Standort nutzen werden. Dies könnte auch die Zahl der Stellenangebote in Frankfurt weiter erhöhen.
Durch das Open-Sky-Abkommen müssen die Fluggesellschaften immer kreativer werden, könnten sich doch jetzt auch weitere Billigflieger auf dem Langstreckensegment etablieren. Sonderangebote wie das Around the World Ticket werden vermutlich die Attraktivität der Überseeflüge für die Kunden erhöhen. Gerade die Fluglinien in den USA müssen sich etwas einfallen lassen, um im ganzen Fusionsfieber, welches dort gerade kursiert, nicht weitere Jobs zu gefährden. Air France und andere Branchenriesen haben ihr Interesse schon bekundet, dort als Teilhaber zu fungieren.

