Mit dem Rad von Berlin nach Kopenhagen

Autor: Maik
3. August 2012

Immer mehr Menschen entscheiden sich für einen Urlaub in der Heimat. Es gibt eigentlich nichts gegen reisen in weit entfernte Länder einzuwenden, doch auch in den heimischen Gefilden gibt es viel zu entdecken. Wer dabei gern aktiv ist, der sollte einmal mit dem Rad von Berlin nach Kopenhagen fahren.


Aktivurlaub ist kein neuer Trend. Allerdings erleichtern die einzelnen Länder es zunehmend, diesem auch nachzugehen. Vor Jahren schon haben sie den Radfernweg Berlin- Kopenhagen ausgebaut. So ist er auch für all diejenigen zu meistern, die keine weitreichenden sportlichen Ambitionen haben, sondern lediglich Natur und Kultur entdecken und genießen wollen.

Der Radweg beginnt in Berlin

Innerhalb Deutschlands ist der Radweg mit einem einheitlichen Symbol ausgeschildert. Zudem besteht die Möglichkeit sich sämtliches Kartenmaterial und auch die Route für das eigene GPS-Gerät herunterzuladen. Gut ausgerüstet kann es mit der Fahradtour losgehen.

Schon am Startpunkt gibt es viel zu sehen. Der Radweg beginnt nämlich mitten in Berlin auf dem Schlossplatz. Von dort aus kann man nicht nur den Berliner Dom sehen, auch der Fernsehturm ist nicht weit.

Dem Radweg aus Berlin heraus folgend, fährt man direkt in die wunderschöne Mark Brandenburg. Neben weitgehend unberührter Natur gibt es hier auch zahlreiche kleinere und größere Ortschaften zu entdecken. Der Abenteuerlust des Einzelnen sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Wer sich für alte Bauwerke interessiert, der könnte einen ersten längeren Zwischenstopp in Oranienburg einlegen. Dort steht das älteste Barockschloss Brandenburgs, in dem auch schon die preußische Königin Louise residiert hat. Daneben kann auch die Gedenkstätte Sachsenhausen besucht werden.

Von Oranienburg aus geht es weiter über Liebenwalde nach Zehdenick. In Zehdenick stehen noch Teile eines Zisterzienser Klosters aus dem 13. Jahrhundert. In der alten Klosterscheune befindet sich heute eine Galerie. Von dort aus führt der Radweg die Havel entlang nach Mildenberg. Inmitten der Tonstichlandschaft gelegen befindet sich dort ein großes Freiluftmuseum, der Ziegeleipark Mildenberg.

Nach Kopenhagen geht es durch Mecklenburg- Vorpommern

Egal ob begeisterter Fontaneleser oder nicht- der nächste Halt sollte am glasklaren Stechlinsee gemacht werden. Er ist aufgrund seiner Tiefe unheimlich erfrischend und lädt zu einer Abkühlung ein. Von dort aus geht esschließlich weiter über die malerische Mecklenburger Seenplatte und vorbei an der Müritz. Natürlich spricht auch hier nichts gegen einen Sprung in das kühlende Nass.

Etliche Perlen der Route befinden sich in Mecklenburg- Vorpommern. Wer Schlösser, schöne Altstädte, Kunst und Kultur mag, der sollte für dieses Abschnitt etwas mehr Zeit einplanen. Davon befindet sich links und rechts des Weges nämlich jede Menge.

Zunächst ist Neustrelitz einen Besuch wert. Diese Stadt hält für den Interessierten eine Orangerie inmitten eines wunderschön angelegten Schlossparks bereit. Der neugestaltete Marktplatz ist ebenfalls sehenswert. Von Neustrelitz aus führt der Weg weiter nach Güstrow.

Hier lebte und wirkte der Künstler Ernst Barlach. Neben einer eigenen Gedenkstätte sind weitere seiner Werke in einer alten Kapelle ausgestellt. Güstrow ist aber noch aus einem anderen Grund sehenswert. Dort befindet sich ein imposantes Schloss aus der Renaissance, welches auch als Kulisse in einem Märchenfilm gedient haben könnte. Daneben liegt ein beschaulicher kleiner Garten, der zum Lustwandeln einlädt.

Mit dem Rad auf einer Fähre über die Ostsee

Ab Güstrow ist es nicht mehr weit bis Rostock. Wer sich hier länger aufhalten möchte, für den ist möglichweise der Stadtteil Warnemünde interessant. Das Seebad ist schon von weitem, dank des 37 Meter hohen Leuchtturms zu entdecken.

Ab Rostock fährt dann auch die Fähre nach Dänemark. Sie bringt den Reisenden mitsamt seinem Rad innerhalb von 2 Stunden über die Ostsee nach Gedser. Ab hier führt der Weg vorbei an schönen Sandstränden und schroffen Steilküsten. Zu sehen gibt es auch hier viel. Neben alten Herrensitzen und Museen bietet die Strecke sehr viel Landschaft.

Ein weiteres Highlight ist auch der Endpunkt des Radweges. Kopenhagen ist eine wunderschöne Stadt und hat aus touristischer Sicht sehr viel zu bieten. Man sollte sich also auch für das Ende ausreichend Zeit nehmen und in einem Altstadtcafé oder bei einem Bummel durch die Straßen, die Erlebnisse der Reise noch einmal Revue passieren lassen.

Im Übrigen ist es jederzeit möglich, auch nur einzelne Teilstrecken zu befahren und die anderen Wege mit der Bahn zurückzulegen. Auch den Rückweg kann man komplett mit der Bahn fahren, sodass nach der Tour genügend Zeit zur Entspannung bleibt.

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