Kälte und Eis bekämpfen: So verhindern sie Frostbrand und -beulen in kalten Gebieten

Autor: Maik
9. Dezember 2011

Einmal auf die höchsten Berge steigen, nach Alaska oder durch die russische Tundra wandern, für so manchen Backpacker ist es ein lang gehegter Traum. Doch will man den wahr werden lassen, sollte man sich auf die eisige Kälte vorbereiten, denn Frostbrand ist nicht zum Spaßen.

Es gibt nicht wenige, die Gliedmaßen verloren haben, weil diese abgefroren waren, weshalb es unbedingt nötig ist, sich genaustens auf die Kälte in den Bergen oder nördlichen Gebieten vorzubereiten.

Mit den folgenden Tipps sollte man diese jedoch einigermaßen eindämmen können.

Wenn es kalt genug ist (20 Grad Minus etwa), dann dauert es nur ein paar Minuten und schon können Gliedmaßen Frostbrand erlangen, weshalb man sich in solchen Gegenden selbst für einen kurzen Aufenthalt draußen warm anziehen sollte.

Kleidung gegen Frost und Kälte

Schichten sind besser, dabei sollte man darauf achten, dass keine Lücken entstehen (etwa zwischen Schal und Jacke), die die Haut frei lassen. Die oberste Schicht sollte wasserabweisend, aber nicht völlig undurchlässig sein. Soll heißen: bei Regen soll man trocken bleiben, aber die Haut selbst soll atmen können.

Fäustlinge sind wärmer als normale Handschuhe, dabei sollte man auf gute Qualität achten, bei Kleidung für extreme Kälte sollte man nicht sparen.

Für die Füße eignen sich zwei paar Socken, einmal leichte Baumwolle und darüber dicke Wolle. Man sollte jedoch aufpassen, dass die Schuhe dadurch nicht zu eng werden, daher hilft es, seine Schuhe anzuprobieren, wenn man schon dicke Socken trägt.

Auch bei den Socken selbst sollte man darauf achten, dass die Bündchen nicht zu eng sind, da sie die Blutzufuhr abschnüren können und dabei dafür sorgen, dass die Füße schneller abkühlen.

Auf asiteaboutnothing.com gibt Autor Andy den guten Tipp, sich aus Pappe und Luftblasenfolie Fußsohlen zu basteln, da die sehr gut isolieren. Das eignet sich vor allem dann, wenn man über längere Zeit – evt. auch im Haus – niedrigen Temperaturen ausgesetzt ist.

Für Handschuhe als auch Schuhe (übrigens auch für Schlafsäcke) gibt es Seideninnenfutter, die man unter den entsprechenden Kleidungsstücken tragen kann und die nicht nur sehr dünn sind und daher die Blutzirkulation nicht stören, sondern auch isolieren.

Der Kopf sollte unbedingt bedeckt sein, egal, wie albern man aussieht, dicke Mützen, wie etwa Chapkas sind sehr viel besser als eine dünne Wollmütze und schützen außerdem die Ohren und die Stirn mit. Sobald der Kopf friert, friert auch der Rest des Körpers, denn es gibt kein Körperteil, das so viel Wärme so schnell verliert, wie der Kopf.

Es hilft immer, wenn man die Kleidung, die man in der Kälte tragen will, vorher schön warm aufbewahrt, das beinhaltet auch, bzw. besonders die Schuhe. So verlieren die Gliedmaßen nicht schon Wärme, wenn sie noch gar nicht draußen sind und können draußen länger warm bleiben.

Lange Unterwäsche aus Thermostoffen ist immer angebracht und sorgt auch dafür, dass keine Lücken entstehen, zwischen denen die Haut ungeschützt hervor lugen kann.

Ein eher unbewiesener, aber althergebrachter Trick ist der, von allem zwei zu tragen, also zwei paar Hosen, zwei Shirts, zwei paar Socken, etc. pp.

Allgemeine Tipps gegen Kälte

Alkohol, Nikotin und Koffein erweitern die Blutzellen, heißt, man friert schneller (selbst wenn man gerade bei Alkohol nicht das Gefühl hat). Daher sollte man nicht zuviel oder am besten gar nichts davon zu sich nehmen, bevor man in die Kälte geht.

Viel Flüssigkeit sorgt dafür, dass beispielsweise die Lippen nicht zu schnell austrocknen, daher sollte man darauf achten, dass man nicht dehydriert und immer genug zu Trinken dabei haben. Warmer Tee in Thermoskannen dürfte da die beste Lösung sein.

Wind Chill ist eine der gefährlichsten Ursachen für Frostbrand, da man auch bei geringeren Temperaturen betroffen werden kann, wenn der Wind so kalt ist. Daher sollte man bei starkem Wind lieber warten, bis es ruhiger geworden ist, bevor man hinaus geht.

Man sollte bei solchen Temperaturen niemals alleine gehen, denn Frostbrand im gefährlichem Stadium äußert sich auch dadurch, dass man die betroffene Stelle nicht mehr spürt, daher auch nicht mitbekommt, was mit der Haut passiert.

!Hinweise auf Frostbrand sind weiße Flecken auf der Haut, die man nicht reiben sollte, sondern mit warmen (nicht heißen) Wasser langsam wieder erwärmen sollte (natürlich, wenn man sich wieder im Warmen befindet). Frostbrand selbst tötet Hautschichten ab, das kann so weit gehen, dass ganze Gliedmaßen absterben, weshalb man auch bei geringen Anzeichen unbedingt einen Arzt aufsuchen sollte!




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