Internet in Australien – Backpacker sucht Kontakt zur Heimat
Internet- sicherlich neben dem Handy, mp3-Player und der Kamera eine der wichtigsten technischen Spielereien die man auf längeren Reisen als unentbehrlich ansieht um den Kontakt zu den Lieben in der Heimat zu halten und um all die 1000 Kleinigkeiten unproblematisch zu erledigen die natürlich immer auf einen einprasseln wenn man 20000 km weit entfernt ist. Nach drei Wochen in Australien weiß ich erst, was wir in Deutschland an Alice, Arcor, Freenet und dem Riesen in Magenta haben die uns Flatrates und 160000 –Verbindungen erst schmackhaft gemacht haben. Um so mehr vermisst man dann in Australien die Möglichkeit mal schnell den Flug der im Reisebüro angeboten wird mit dem Onlinepreis zu vergleichen oder die hiesige BVG-Seite aufzurufen um sich die schnellste Verbindung ausdrucken zu lassen.
Als Backpacker ist man hierzulande meist auf die Internetläden angewiesen die sich mehr als gütlich an den Kunden halten. Die untere Preiskategorie für eine Stunde liegt zwischen 1 $ ( diesen Superladen habe ich jedoch nur einmal in Sydney vom Auto aus gesehen und nie wiedergefunden) und 2$, wobie jedoch hier in St. Kilda die halbe Stunde alleine schon 2,5 $ kostet und in manchen Läden die Spitzenpreise bei 7$ die Stunde liegen…
Schmerzhaft enttäuscht beginnt man zu überlegen, ob man da nicht lieber die Angebote im Hostel nutzen sollte, die billige Reisealternative für junge Leute müsste sich ja auch beim Netzangebot an den Möglichkeiten der Zielgruppe orientieren doch weit gefehlt. Im Base Hostel Kings Cross in Sydney schlugen alleine 15 Minuten mit einem Dollar zu Buche und in Canberra hatte man die Möglichkeit eine Zeitreise anzutreten und saß an einem uralten Röhrenmonitor mit einem schniependen und schnargelnden 28’er Modem wobei der Betrieb nur durch den Einwurf von Münzen möglich ist. 10 Minuten kosteten hier bloß 1 $.
Wer länger in Australien bleibt liebäugelt dann schon eher mit den Angeboten von Optus, Telstra oder 3 , denn niemand will ja jedes mal erst 20 Minuten zum billigsten 7-Eleven Shop latschen um seine Mails zu checken. Offen gestanden habe ich als Internetnerd darüber auch nachgedacht, aber wenn man das Kleingedruckte liest und mit Freunden spricht die hier schon ein Jahr lang mit dem Internet zu tun hatten nimmt man davon Abstand. Das erforderliche Modem von Optus oder 3 kostet zwischen 129$ und 199$ wozu dann noch die Kosten für die monatliche Nutzung kommen die je nach gewünschtem Volumen (ab 2GB beginnt der Spaß) zwischen 15 un $ liegen .Interessant ist dabei das auf dem Werbeprospekt von 2GB Down und Upvolumen gesprochen wird. Gut, denkt man sich dann lade ich mal nichts runter und die paar Fotos an für den Blog oder für die Mails werden mich ja nicht umbringen. Wenn es doch nur so einfach wäre… denn jede Seite die man mit einer Flashanimation aufruft oder auch jede E-Mail mit Foto zählt zu den 2 GB hinzu, so dass einer meiner Freunde schon nach 2 Tagen seine großzügigen 2GB aufgebraucht hatte und am Ende 500$ nur für Internet zu zahlen waren.
WAS TUN ?
Zumindest in Canberra und Melbourne ist die beste Lösung in die Staatsbibliothek zu gehen. In Melbourne nimmt man entweder seinen eigenen Laptop mit und nutzt die Arbeitsplätze mit Steckdosen und loggt sic problemlos in das dortige SLV-Netz ein oder aber wer keinen Rechner hat setzt sich an die kostenlosen 15 Minuten PCs die in der Eingangshalle stehen. Daneben bieten auch die Backpacker Reisebüros wie Peter Pan in der Elizabeth Street oder die zahllosen Büros am Kings Cross in Sydney 15 -30 Minuten Surfzeit an. Manchmal muss man sich dafür beraten lassen und manchmal auch nicht.


