Funktionskleidung – Das richtige Outfit für Aktivreisen
Funktionskleidung gehört bei Aktivreisen auf jeden Fall ins Gepäck und stellt das perfekte Outfit für Trekking-Touren & Co. dar. Doch worauf sollte man beim Kauf achten und was kann getrost zu Hause bleiben?
Für Funktionskleidung muss man vor geplanten Aktivreisen häufig schonmal etwas tiefer in die Taschen greifen. Besonders leichte High-Tech-Materialien und Multi-Funktions-Bekleidung versprechen minimales Gepäck und beste Ausstattung. Das Angebot an Funktionskleidung ist riesig und teilweise unübersichtlich. Auch stellen sich viele vermeintliche Extras als überflüssig oder gar störend heraus. Natürlich muss die Kleidung auf die geplanten Aktivitäten speziell ausgrichtet sein, aber grundlegende Punkte sollten stets beachtet werden und finden allgemeine Gültigkeit – egal ob für Wandern, Radfahren oder Paddeltour.
Funktionskleidung – Das richtige Material für das Outfit bei Aktivreisen
Baumwolle ist für Funktionskleidung absolut ungeeignet. Sie nimmt zu viel Feuchtigkeit, sei es durch Regen oder Schweiß, auf und ist im Anschluss nur schwer wieder zu trocknen. Daher sollte man auf Materialien aus Synthetik, in den meisten Fällen Polyester oder Polypropylen, zurückgreifen. Diese sorgen dafür, dass die Körperfeuchtigkeit abgeleitet wird, Nässe von Außen jedoch nicht durchdringt. Außerdem sind sie extrem leicht und somit bestens geeignet für Backpacker. Entweder sorgen dünne Membranen für Wasser- und Winddichte oder die Kleidung besteht aus Microfaser, bei der die speziell entwickelten feinsten Filament-Garne so dicht gewebt werden, dass Wasserdampf zwar durchdringt, Tropfen hingegen einfach abperlen. Wer dennoch nicht auf natürliche Materialien verzichten möchte, sollte auf Merino-Wolle zurückgreifen, welche sich durch besonders feine Fasern auszeichnet. Neben der feuchtigkeitregulierenden Wirkung, wärmen Wolltextilien zudem auch dann, wenn sie etwas feucht sind und sind außerdem von Natur aus geruchshemmend. Aber man sollte ein Shirt aus Merino-Wolle vor dem Kauf auf jeden Fall auf der nackten Haut testen, denn oftmals wird das Material als leicht kratzend empfunden.
Schicht um Schicht – Das Zwiebelprinzip
Die meisten Hersteller von Funktionskleidung empfehlen das Drei-Schichten-Prinzip, nach dem Vorbild der Zwiebelschale. Auf der Haut trägt man Funktions-Unterwäsche, die dafür sorgt, dass Feuchtigkeit schnell von der Haut abgeleitet wird und so ein Auskühlen verhindert. Durch die rasche Verdunstung des Schweißes bei hohen Temperaturen oder Anstrengungen, entsteht ein angenehmer Kühleffekt. Wichtig ist, dass die Unterwäsche eng anliegt, aber nirgends einschneidet oder drückt.
Die zweite Schicht dient dann vor Allem dem Wärmeschutz, indem das Material so konzipiert ist, dass es Luft einschließt, welche bestens als Wärmeisolator fungiert. Hierfür ist ein Fleece-Stoff am besten geeignet. Je nach Jahreszeit und Temperatur gibt es angepasste Textilien mit entsprechend höherem oder geringerem Lufteinschluss und Wirkunsgrad. Die dritte und letzte Schicht ist dann für den Wind- und Wasserschutz zuständig.
Verarbeitung und Fertigung – Worauf man achten sollte
Nähte und Reißverschlüsse stellen oft Schwachstellen dar, durch die Feuchtigkeit und Kälte eindringen können und sollten daher auf ein Minimum reduziert sein. Nicht immer sind also Multifunktions-Jacken oder Hosen mit abtrennbaren Ärmeln oder Beinen die beste Wahl bei der Reisevorbereitung, zumal die Reißverschlüsse auch als störend empfunden werden können. Bei Nähten ist darauf zu achten, dass sie flach sind, und nicht drücken, was besonders für die unteren Kleidungsschichten gilt. Bei Jacken oder Überhosen setzt man zunehmend auf Bonding, bei dem durch eine Art Schweißen eine absolut ebene Oberfläche erreicht wird.


