Einreisebestimmungen und andere Informationen für Jamaika
Jamaika, die drittgrößte Insel der Großen Antillen, zieht jährlich zwischen ein und zwei Millionen Besucher aus der ganzen Welt an. Welche Einreisebestimmungen gelten für Jamaika?
Jamaika gehört seit Jahren zu den beliebtesten Zielen in der Karibik u.a. auch daher, da das Reisen in Jamaika, verglichen mit anderen karibischen Inseln, relativ günstig ist. Jamaika ist sowohl für individualreisende Rucksacktouristen wie auch für Pauschalurlauber geeignet. Die karibische Trauminsel mit weißen Sandstränden und Palmen ist ein Land, das seine afrikanischen Wurzeln nach wie vor hochhält. Aber es ist auch ein Land, das mit sozialem Problemen wie Armut zu kämpfen hat. Lässt man sich jedoch darauf ein, wird man mit einzigartigen Erlebnissen und Eindrücken belohnt. Wie aber sind die Einreisebestimmungen für Jamaika? Und was sollte man beachten, wenn man einmal eingereist ist?
Die Einreisebestimmungen für Jamaika
Hat man vor, Jamaika als Tourist zu besuchen, wobei der Aufenthalt nicht länger als 90 Tage dauern soll, kann man ohne Visum einreisen. Dafür benötigt man nur einen deutschen Reisepass, der über den beabsichtigten Aufenthalt noch 6 Monate gültig ist.
Auch mit einem vorläufigen Reisepass darf man nach Jamaika einreisen, doch hierbei sollte man beachten, dass dieser nicht unter das US Visa Waiver Programm fällt, was bedeutet, dass er nicht für eine Weiter- oder Durchreise in die USA zulässig ist. Dafür bräuchte man ein Visum für die USA. Für den Kinderreisepass gilt dasselbe. Möchte man geschäftlich nach Jamaika, muss man vor der Reise ein Visum bei der jamaikanischen Botschaft in Berlin beantragen. Eine Verlängerung des Aufenthalts nach der Einreise ist normalerweise ohne Probleme bei Behörden vor Ort machbar.
Bei Bedarf kann es passieren, dass Beamte der Einreisebehörde den Nachweis von genügend finanziellen Mitteln überprüfen oder auch ein Rückflugticket verlangen.
Don’t worry, be happy
Als Impfschutz empfiehlt das Auswärtige Amt, dass man sich auf jeden Fall gegen Tetanus Diphtherie und Hepatitis A impfen lassen sollte und bei einem längeren Aufenthalt von über vier Wochen auch gegen Hepatitis B, Tollwut und Typhus. Des Weiteren wird für alle Einreisenden, die älter als 1 Jahr als sind, eine Gelbfieberimpfung verlangt.
Auch wenn Jamaika als malariafrei gilt, kam es doch 2006/07 zu einem kleinen Ausbruch in der Umgebung um Kingston. Daher wird ein konsequenter Mückenschutz empfohlen, wobei eine medikamentöse Prophylaxe nicht notwendig ist. Sollte man krank werden, muss man bedenken, dass die medizinische Versorgung nicht so gut ist wie in Europa. Daher sollte man sich vorher um einen ausreichenden, weltweit gültigen Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung kümmern.
Love, Peace and Happyness: Zu schön, um wahr zu sein
So schön, entspannt und friedfertig der Ruf der Jamaikaner in der Welt auch ist, sollte man nicht vergessen, dass Jamaika bzw. die Jamaikaner bis heute nicht sehr entspannt im Umgang mit Homosexuellen sind. So ist Geschlechtsverkehr unter gleichgeschlechtigen Partnern strafbar, wobei die Strafverfolgung oft uneinheitlich ist. Auch der Großteil der Bevölkerung steht Homosexualität feindlich gegenüber. Hier sollte man sich vorher überlegen, ob man Anfeindungen in Kauf nimmt, oder sich für ein anderes Reiseziel entscheiden.
Und zweitens ist Jamaika kein Drogenparadies. Der Besitz und Handel wird hart bestraft. Man kann mit Untersuchungshaft bis zur Verhandlung rechnen. Das Urteil lautet meist auf Geldstrafe und/oder Gefängnis und danach folgt die Abschiebung. Verstößt man allerdings nicht gegen diese Gesetze und eckt auch nicht mit seiner “Lebensweise” an, kann dem Jamaika-Urlaub nichts mehr im Wege stehen.
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