Bettwanzen – Ein etwas unliebsames Souvenir
Die Bettwanzen selbst bekommt man nur nachts zu Gesicht, wenn es dunkel ist, aber anhand ihrer Spuren lässt sich ein Befall schnell feststellen. Doch welche Vorkehrungen kann man treffen, damit die Tiere nicht als Souvenir mit nach Hause fliegen?
Die kleinen braunen und flachen Bettwanzen sind in etwa 5mm groß, können nach der Nahrungsaufnahme aber eine Größe von bis zu 1cm erreichen. Tagsüber verstecken sie sich vor allem in schwer erreichbaren Ritzen in Betten, Möbeln und Wänden. Nachts verlassen sie ihre Verstecke um sich von menschlichem Blut zu ernähren. Auf ihrem Beutezug hinterlassen sie kleine braune Kotkrümel, die besonders auf hellen Bettlaken auffallen. Nach einem Biss entwickeln sich an den betroffenen Hautstellen größere rote Quaddeln, die bis zu einer Woche lang einen gemeinen Juckreiz auslösen können.
Besonders in den USA breitet sich die Bettwanze stark aus, wobei nicht nur billige Absteigen von den Parasiten betroffen sind, sondern Hotels aller Klassen. Das Ungezieferproblem in Hotelzimmern scheint also nicht unbedingt an mangelnder Hygiene zu liegen.
Bettwanzen verbreiten sich vermehrt
Besonders gehäuft kommen Bettwanzen in den Hotels der Großstädte vor. Der Hauptgrund für die Ausbreitung der kleinen Plagegeister ist die Reisefreudigkeit der Menschen im Zeitalter der Billigflüge. Als blinde Passagiere im Gepäck gelangen sie so von Hotel zu Hotel und im schlimmsten Fall sogar in die eigene Wohnung. Viele Arten der Bettwanzen sind zudem mittlerweile resistent gegen die gängigsten Schädlingsbekämpfungsmittel, sodass diese ihnen kaum noch etwas anhaben können.
Was bietet Schutz vor diesem ungewollten Souvenir?
Damit sich die kleinen Parasiten nach einem Befall nicht noch weiter ausbreiten kann man auch als Urlauber einige Maßnahmen ergreifen:
- Den Koffer nach der Ankunft im Hotel möglichst nicht in Bettnähe auspacken.
- Der Koffer sollte den gesamten Urlaub nach dem Herausholen des Gepäcks verschlossen bleiben.
- Bei Reisen in Ländern in denen Bettwanzen vermehrt vorkommen macht es Sinn, keine Kleidung im Zimmer herumliegen zu lassen und die Wäsche in luftdicht verschließbaren Beuteln zu verstauen.
- Zu empfehlen ist ebenfalls die Verwendung von Hartschalenkoffern anstelle von Modellen mit Stoffbezug, da den Bettwanzen im Plastik weniger Versteckmöglichkeiten geboten werden.
- Bei Gepäck in hellen Farben lassen sich zudem Kotreste leichter identifizieren.
Wie wird man die Parasiten wieder los?
Bei dem Verdacht sich Bettwanzen aus dem Urlaub mitgebracht zu haben, sollte das Gesamte Gepäck auf ein helles Laken legen und gründlich nach Kotresten untersuchen. Sich dafür am Besten wenn es geht einen Ort im Freien suchen. Bestätigt sich die Vermutung dann kann den Biestern am besten mit Hitze oder Kälte der Garaus gemacht werden. Die Kleidungsstücke sollten dazu am besten erst für einige Stunden in einer Seifenlauge eingeweicht und gleich im Anschluss daran bei mindestens 60°C gewaschen werden. Empfindliche Wäschestücke am besten für zwei Wochen, sicher in Plastikbeuteln verpackt, ins Gefrierfach geben. Eine weitere Möglichkeit gerade empfindliche Sachen von dem Ungeziefer zu befreien ist eine trockene Behandlung mit Kieselgur. Dazu die Sachen in einen Plastikbeutel geben und das Pulver darüber geben. Den Beutel anschließend gut verschließen und dann kräftig schütteln, dass sich die Kieselgur gut verteilt. Nach einer zweiwöchigen Lagerung im Dunkeln sind die Tiere ausgetrocknet und lassen sich ausschütteln oder mit dem Staubsauger entfernen.
Haben sich die Parasiten jedoch bereits in der eigenen Wohnung ausgebreitet, dann kann nur noch der Kammerjäger helfen.


