Bergrettung: Helfer in der Not

Autor: Maik
16. Oktober 2011

Die Bergrettung, die in Deutschland Bergwacht heißt, ist im Gebirge immer dann zur Stelle, wenn Wanderer, Kletterer oder Wintersportler in Not geraten. Wer seinen Urlaub in den Alpen, den deutschen Mittelgebirgen oder anderen bergigen Regionen verbringt, weiß sich so immer in guten Händen.

Doch die Bergrettung oder Bergwacht sind nicht nur mit dem Bewahren menschlichen Lebens, sondern auch mit dem Schutz der Natur beschäftigt. Ihre Aufgaben reichen von der medizinischen Versorgung von Unfallopfern über die Sicherung von Lawinen-Gebieten bis hin zur Durchführung von Naturschutzprojekten, die sie selber planen oder in Zusammenarbeit mit Umweltorganisationen koordinieren. Die Bergrettungsdienste halten so die Ordnung in Skigebieten aufrecht und sorgen dafür, dass Wintersportler und Wanderer mit dem Wissen um kompetente Hilfe in der Not ihren Urlaub genießen können.

Bergrettung: Die Bergwacht in Deutschland

Die Bergwacht in Deutschland ist eine Teilorganisation des Roten Kreuzes, und übernimmt den Großteil aller Rettungsaktionen in unseren Gebirgen. Zum ersten privaten Rettungsdienst schlossen sich 1920 einige Münchener zusammen, schon kurze Zeit später gründete das DRK seinen ersten Gebirgsunfalldienst. Heute ist die deutsche Bergwacht in elf Landesverbände aufgeteilt und gehört zur IKAR, der Internationalen Kommission für alpines Rettungswesen (englisch: ICAR, International Commission for Alpine Rescue). Oftmals arbeitet sie eng zusammen mit gemeinnützigen Organisationen wie der DRF Luftrettung.

Die Mitarbeiter der deutschen wie auch der österreichischen Bergwacht oder der Alpine Rettung Schweiz und ihre gut ausgebildeten Rettungshunde sind immer zur Stelle, wenn Bergwanderer auf einer Tour einen Unfall erlitten oder Fallschirmspringer ihr Ziel verpasst haben und aus der Höhe gerettet werden müssen; Wenn Menschen bei Lawinen oder Höhlen-Einstürze verschüttet wurden; Wenn es gilt, vermisste Personen zu finden; Wenn auch in leicht zugänglichem Gelände medizinische Versorgung eines Anwohners oder Urlaubers notwendig wird; Oder wenn der Katastrophenschutz Unterstützung bei ihren Einsätzen braucht. Sogar bei Auslandseinsätzen des Deutschen Roten Kreuzes sind oftmals Mitarbeiter der Bergwacht dabei.

Bergwacht: Rettungsdienst mit Sinn für Natur- und Umweltschutz

Neben der Luft-, Höhen-, Pisten-, Fels-, Seilbahn- oder auch Höhlenrettung sind die Einsatzkräfte auch mit der Unfallvorsorge und Aufklärung unter Bergsportlern beschäftigt. Sie informieren über mögliche Gefahrenquellen und die richtigen Verhaltensweisen sowohl zur Vorbeugung von Unfällen als auch im eigentlichen Gefahrenfall, aber auch über Wege und Maßnahmen, die Tier- und Pflanzenwelt der Berge zu bewahren. Denn die Bergwacht hat sich auch den Naturschutz auf ihre Fahnen geschrieben und engagiert sich neben der Öffentlichkeitsarbeit aktiv an der Errichtung und Erhaltung von Schutzgebieten oder der Durchführung von Auswilderungsprojekten. Nur gut ausgebildet können die Mitarbeiter der Bergwacht all diesen Anforderungen gerecht werden, und mit diesem Wissen kann Jeder beruhigt in sein eigenes Bergabenteuer starten.




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