Baku – Die Hauptstadt von Aserbaidschan

Autor: Maik
20. Februar 2012

Als „Unser Star für Baku“ wird Roman Lob Deutschland in der Hauptstadt von Aserbaidschan beim Eurovision Song Contest vertreten. Ganz Europa wird dabei am 26. Mai nach Baku schauen – Einer Stadt, sie bislang kaum im Zentrum des öffentlichen Interesses stand.


Baku ist mit zwei Millionen Einwohnern die bevölkerungsreichste und zudem flächengrößte Stadt Aserbaidschans und des Kaukasus. Die Metropole an der Westküste des Kaspischen Meeres kann aufgrund seiner günstigen Lage im Bezug auf historische Handelswege auf eine reiche Stadtgeschichte zurückblicken, die sich noch bis heute in der Altstadt, mit ihren prunkvollen Palästen, Moscheen und Festungsbauten widerspiegelt. Seit 2000 wird dieser auch der Status eines UNESCO-Welterbes zuteil. Zudem machen diverse Universitäten, Hochschulen, Forschungsinstitute, Theater und Museen Baku zum bedeutendsten Wirschafts- und Kulturzentrum des Landes.

Baku: Geschichte der Hauptstadt von Aserbaidschan

Erste archäologische Funde einer Siedlung gehen bereits auf das Jahr 8000 vor Christus zurück. Nachdem im 12. Jahrhundert die alte Hauptstadt der damaligen Lokalherrscher durch ein Erdbeben zerstört wurde, ernannte man fortan Baku zur neuen Hauptstadt.

Die Altstadt ist nach wie vor zugleich eine Festung, deren Mauern und Türme größtenteils seit der persischen Zeit bestehen. Das Viertel zeichnet sich durch ein Labyrinth aus engen Straßen und alten, pittoresken Häusern und einer Vielzahl von kleinen Moscheen aus. Besonders berühmt und sehenswert sind der Palast der Khane von Shirwan, der Jungfrauenturm aus dem 11. Jahrhundert, die Karawansereien, die Djuma Moschee sowie die vielen Bäder.

Südlich der Altstadt befindet sich die Gründerzeitstadt, welche im Zuge des Ölbooms Ende des 19. Jahrhunderts errichtet wurde und durch neugotische und vom Jugendstil inspirierte Paläste und Gebäude geprägt ist.

Nach der russischen Revolution endete 1917 auch der Ölboom; die sogenannten Ölkönige verließen das Land und so finden sich in den Millionärsanwesen heute vor allem Museen für Kunst, Geschichte und Literatur. Von 1918 bis 1920 befand sich der Regierungssitz der damaligen Aserbaidschanischen Demokratischen Republik in Baku, bevor am 27. April 1920 die bolschewistischen Truppen einmarschierten und das Land unterwarfen. Seit der Auflösung der UdSSR 1991 gilt Aserbaidschan als unabhängig.

Baku für Touristen

Ein Städtetrip nach Baku ist durchaus lohnenswert. Neben der historischen Altstadt und den zahlreichen Museen, spielen auch Theater, Oper und Ballett eine wichtige Rolle in der Stadt. Außerdem ist Baku für sein pulsierendes Nachtleben ausgesprochen bekannt. Diverse Bars, Clubs, Cafés rund um den Fontain Square sorgen für gute Unterhaltung und Abwechslung. In den vielen Restaurants wird eine landestypische Küche angeboten, die besonders der türkischen sehr ähnlich ist.

Baku besitzt zudem das einzige U-Bahn-Netz in Aserbaidschan und gilt mit dem Heydar Aliyev international Airport als regionales Drehkreuz des internationalen Luftverkehrs. Auch das Straßennetz ist sehr gut ausgebaut, jedoch meistens überfüllt und von zähflüssigem Verkehr geprägt.

Unterkünfte gibt es in Baku für jeden Geldbeutel, von günstigen Privat- oder Hostelzimmern bis hin zu Hotels der Luxusklasse ist in der Aserbaidschanischen Hauptstadt alles vorhanden. Ebenso ist es möglich, wochen- oder monateweise Wohnungen in der Stadt anzumieten.




ähnliche Reiseziele

Deine Meinung:

  Name [*]

  Email [*]

  Website

Kommentar schreiben: