Mängel sofort am Urlaubsort beanstanden!

Autor: Maik
6. Juni 2008

Mangel oder Delikatesse? Hängt wohl vom Blickwinkel ab © flickr / malias

Mit diesem Thema schlägt man natürlich genau ins Klischee: Die Deutschen, ein Volk von meckernden Urlaubern, die eigentlich nur verreisen, um sich hinterher darüber zu beschweren.

Trotzdem, es kann durchaus vorkommen, dass man viel Geld für eine Leistung bezahlt, die einem am Urlaubsort angekommen entweder überhaupt nicht, oder in mangelhafter Form dargeboten wird.

So kann ein Hotel mit einem “Pool mit Meerblick” werben, dabei aber vergessen, dass links neben besagtem Schwimmbecken die Baustelle für ein Konkurrenzhotel liegt – Lärm und pfeifende Bauarbeiter inklusive. Oder es wird von “5 Minuten zum Strand” gesprochen, aber nicht erwähnt, dass man auf dem Weg zum Sonnenbaden an einer Ölraffinerie vorbei muss, deren Schornsteine den ganzen Strand in stinkenden Rauch hüllen.

Zuerst sollte man sich überlegen, ob der Mangel landestypisch ist und sein Verhalten im Ausland überdenken. In Griechenland beispielsweise gibt es Kakerlaken – eine oder zwei sind da sicherlich nicht so schlimm, dass sie gleich das ganze Hotel zusammenschreien müssen. Wenn die Viecher natürlich in Schwärmen in ihr Parterre-Appartement einfallen und beim Schlafen in die Unterwäsche kriechen, ist das eine andere Sache…

Sollte man mit der angebotenen Leistung aus nachvollziehbaren Gründen nicht zufrieden sein, dann gilt: Unbedingt vor Ort beschweren! Die Ansprüche beim Veranstalter entfallen hinterher, wenn man nicht vor Ort seinen Unmut über das Angebot kundgetan hat.

Deswegen, bei aller Liebe und Lässigkeit, sollte wirklich etwas schief gelaufen sein, machen Sie das dem Hotel gleich vor Ort klar. So können sie nach Ablauf der Reise immer noch entscheiden, ob Sie Ansprüche stellen möchten oder nicht.




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